Fachbereich Bläser
Fachbereich Blasinstrumente
Empfohlen wird das Erlernen eines Blasinstruments ab der zweiten Klasse. Es ist günstig, wenn die vorderen beiden Schneidezähne ausgewachsen sind und die Kinder die Instrumente sicher halten können. Für die kleinen Hände hat die Orchesterschule aber auch einige Kinderinstrumente wie Querflöte, Klarinette, Fagott, Waldhorn, Posaune und Tuba angeschafft, die ausgeliehen werden können.
Die Querflöte
Sie glänzt metallisch-silbern und gehört doch zu den Holzblasinstrumenten: Die Querflöte. Im Ensemble, Orchester und solistisch kommt sie zum Einsatz und das nicht nur in der Klassik bei Bach und Mozart, sondern auch im Pop und Jazz, wie die US-Amerikanische Sängerin Lizzo beweist.
Einen Ton kann man schon mit dem Mundstück allein erzeugen. So üben oft die Anfänger mit Flaschen, indem sie am Flaschenhals entlang pusten. Man darf nicht in das Loch hineinblasen, sondern muss im richtigen Winkel darüber hinwegblasen. So gerät die Luft abwechselnd in die Röhre hinein und ins Freie. Dieser Wechsel geht so schnell, dass die Luft vibriert, was wir letztendlich als Ton hören.
Derzeit bieten zwei Lehrkräfte - Sebastian Fratila und Susanne Muschaweck - hochqualifizierten Unterricht ab 6 Jahren bis zum Seniorenalter an. Für Könner auch mit Piccolo-, Alt- und Bassflöte. Anfänger können sich zunächst ein Instrument, auch ein Kinderinstrument, leihen.
Die Oboe
Die Oboe hat einen ganz besonderen und nahezu betörenden Klang. Ihr Name geht auf das französische "Hautbois" (= "hohes Holz" - gesprochen "Oboa") zurück und gehört zu den Doppelblasinstrumenten.
Das Mundstück, kurz Rohr genannt, ist ein doppeltes Rohrblatt, das aus zwei dünnen Holzblättchen besteht, die beim Anblasen gegeneinander schwingen, wodurch der typisch hohe Klang erzeugt wird.
Empfohlen wird die Oboe ab 9 Jahren, von Vorteil sind Blockflöten- sowie Rhythmus- und Notenschriftkenntnisse.
Der aktuelle Oboendozent der Orchesterschule Roth ist Anselm Wohlfahrt.
Die Klarinette
Die Klarinette ist die Violine des Blasorchesters. Ähnlich zu spielen wie das Saxophon, ist sie aus allen Bereichen der Musik kaum mehr wegzudenken. Egal ob Klassik, Jazz oder Klezmer, die Klarinette erfreut sich weiterhin größter Beliebtheit.
Sie ist eine Erfindung des Pfeifenmachers Denner aus Nürnberg, der sie um 1690 entwickelte. Die Töne klangen wie bei einer Clarino-Trompete, wodurch der Name „clarinetto“, kleines Clarino, entstand. Im Blasorchester werden gewöhnlich die B-, Bass- und Es-Klarinetten gespielt, es gibt sie aber auch in A, B, C, D, als Bassetthorn und Altklarinette. Man kann Kinderklarinetten ausleihen.
Die aktuellen Klarinettendozenten der Orchesterschule Roth sind Lara Korenjak und Peter Reich.
Das Fagott
Das Fagott ist eine der Großen unter den Holzbläsern und nicht von unwesentlichem Gewicht. Es hat seinen Platz in der Kammermusik und übernimmt hier meist die Rolle des Basses, weswegen sie im Französichen auch "basson" genannt wird, urprünglich kommt der Name jedoch aus dem Italienischen.
Das Fagott spielt nicht nur in Barockensembles oder Streichquintetten eine tragende Rolle, sondern auch im Bereich der modernen Film- oder Zeichentrickfilmmusik, wie auch im Musik-Märchen "Peter und der Wolf". Anfänger können sich zunächst ein Instrument, auch ein Kinderinstrument, leihen.
Derzeit unterrichtet der Dozent Filip Vlasak das Fagott.
Das Saxophon
Das Saxophon ist eines der jugendlichen Instrumente. Ihr Erfinder Adolphe Sax wollte einen Klang zwischen Klarinette und Oboe erschaffen und ließ sich schließlich 1846 das Saxofon patentieren. Wie die Klarinette mit Rohrblatt ausgestattet, gehört das Saxophon zu den Holzbläsern, trotz seines Messingkorpus‘.
Gedacht für klassische Sinfonieorchester, fand es schnell und erfolgreich im Jazz Verwendung – bis heute, wo es nun in allen Musikrichtungen vorkommt, von Klassik bis Pop. Deshalb ist das Saxophon auch so beliebt – ob als Sopran-, Alt-, Tenor- oder Baritonsaxophon: Unterrichtet werden kann es in allen Altersgruppen. Alle seine Einsatzmöglichkeiten werden gelehrt und auch die Improvisation ist ein wichtiges Thema, so ist diese im Jazz doch elementar.
Der derzeitige Saxophondozenten der Orchesterschule Roth ist Jakob Rösel.
Die Trompete
Höher, schneller, weiter, Trompete! Aus der Familie der Blechblasinstrumente ist die Trompete ein vielseitig einsetzbares Musikinstrument. Als das bekannteste Instrument aus der Familie der Blechbläser ist sie aus der Musiklandschaft nicht wegzudenken. Egal, ob in Militärmusik, in der Volksmusik, in großen sinfonischen Werken, in der Jazz- und Popularmusik, einzeln, in kleinen Gruppen oder im großen Orchester: jeder kann mit Spaß mit diesem Sopraninstrument musizieren.
Bis 1820 hatten die Trompeten keine Ventile um alle Töne spielen zu können und wurden deshalb vor allem benutzt um einfache Signale zu blasen, zum Beispiel in der Armee oder bei der Post. Deshalb hat die Post in vielen Ländern auch noch heute ein solches Posthorn als Erkennungszeichen.
Inzwischen hat eine Trompete drei Ventile, womit wie bei einem Klavier alle Töne gespielt werden können. Da die Töne aber mit den Lippen erzeugt werden, ist das Spielen gar nicht so einfach.
Der aktuelle Trompetendozent der Orchesterschule Roth ist Alexander Hertel.
Das Waldhorn
Die Bezeichnung Horn ist sowohl ein Begriff, der sich auf alle Instrumente der „Gattung“ Horn bezieht, als auch die Benennung für das Horn. Die Bezeichnung Horn ist also kein klar definierter Begriff. Um Verwechslungen, vor allem mit dem Tenorhorn oder Flügelhorn vorzubeugen, wird oftmals die Bezeichnung Waldhorn verwendet, wobei damit nichts darüber ausgesagt wird, ob es sich um ein Horn mit oder ohne Ventile handelt. Meist aus Messing gehört es zu den Blechbläsern und ist mit seinem Klang tiefer als der der Trompete und höher als der der Posaune und Tuba.
Das Horn besitzt unter allen Blechblasinstrumenten den vielseitigsten und farbigsten Klang. Zwischen dem zarten, weichen und biegsamen piano und dem scharfen, schneidenden, metallischen Ton des fortissimo liegt eine ganze Skala verschiedenster Ausdrucksmöglichkeiten. Es ordnet sich unauffällig in den Klangkörper eines Orchesters ein und harmoniert gut mit den Holzbläsern. Zudem hüllt es das Orchester in einen warmen Klangkosmos ein.
Das Horn ist in vielen Bereichen der Musik zu finden und dient in der Jagd als Signal. Gute Hornisten gibt es nur sehr wenige und sind überall gefragt. Es gibt Kinderinstrumente zum Ausleihen.
Alexander Hertel unterrichtet Waldhorn an der Orchesterschule Roth.
Die Posaune
Die Posaune klingt prächtig und mächtig, ja geradezu majestätisch.
Als Blechbläser erzeugt sie einen äußerst warmen Ton und ist außerdem das einzige Instrument des Blasorchesters, bei dem die Höhen nicht mittels Ventile verändert werden, sondern mithilfe einer Zugvorrichtung. Das lässt die Töne geschmeidig und stufenlos ineinander übergehen. Es gibt Kinderinstrumente zum Ausleihen.
Aktueller Dozent für Posaune ist Stephen Jenkins.
Das Euphonium
Das Euphonium ist das Cello des Blasorchesters. Es gehört zu den tiefen Blasinstrumenten und in die Familie der Bügelhörner. Es wird gerne solistisch eingesetzt und ist in der Blasmusik nicht selten vertreten.
Der aktuelle Dozent der Orchesterschule Roth für das Euphonium ist Stephen Jenkins.
Die Tuba
Die Tuba sorgt in vielen unterschiedlichen Besetzungen immer für die richtige Basis. Sie ist das tiefste der Blechblasinstrumente, zählt zu den Hörnern und spielt wie die anderen eine wichtige Rolle im Blas- und Symphonieorchester. Das Bassinstrument tritt in den USA als Sousaphon auf. Es gibt Kinderinstrumente zum Ausleihen.














