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Neuigkeiten
Autor: Karin Probst

Neuer Bufdi: Karlo To

Im Interview erzählt Karlo To von sich

Herr To, Sie wollten sich in Ihrer Zeit als Budfi in einem kulturellen Bereich engagieren. Warum nicht lieber in einem ökologischen Bereich, oder auf einem Gebiet des Sports o. ä.?

Karlo To: Weil ich persönlich mich einfach in meiner Freizeit schon insbesondere im Musikbereich beschäftige, und ich hatte das Gefühl das würde besser zu mir passen. Die anderen Bereiche sind auch super, nur hat die Orchesterschule eben als erstes mein Interesse geweckt.

 

Warum haben Sie sich die Orchesterschule ausgesucht?

Als ich nach einem Bundesfreiwilligendienst suchte, fand ich viele Stellen im kulturellen Bereich, aber eher wenige, die wirklich direkt mit der Musik in Kontakt kommt. Da ich sehr interessiert war im Musikbereich einen Bufdi zu machen, war dies die perfekte Möglichkeit. Die Anzeige von der Orchesterschule wurde mir von einer tollen Familie aus Roth empfohlen, weshalb ich überhaupt erst auf die Orchesterschule gekommen bin.

 

Möchten Sie denn später auch eine Musikerkarriere anstreben oder in der Musikpädagogik (oder ähnliches) arbeiten?

Da bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Musik auch zum Beruf machen will und kann, oder es doch bei einem Hobby belassen soll. Jedenfalls, wenn ich mich im Moment entscheiden müsste, würde ich eher zu einer Musikerkarriere tendieren.

 

Welche Instrumente spielen Sie und wie lange schon?

Ich spiele das Klavier jetzt schon seit 6 Jahren. Als ich 14 Jahre alt war, tastete ich mich langsam an ein altes 61-Tasten Keyboard heran und versuchte mir selbst einfache Lieder beizubringen, die ich unbedingt spielen wollte. Nach ungefähr zwei Jahren kauften mir meine beiden Brüder ein 88-Tasten E-Piano, das mir viel geholfen hat, mich im Klavierspiel zu bessern.

 

Was gefällt Ihnen an Musik? Was ist Ihre Lieblingsmusik?

Das ist eine interessante Frage. Ich denke, was ich so an Musik mag, ist die Vielfältigkeit. An manchen Tagen mag ich eher ruhige Lieder hören, an anderen Tagen eher schnellere und heitere Lieder und Stücke. Es gibt so viele Musikrichtungen, und ich glaube, jeder hat mindestens ein oder zwei Lieder und Stücke die einem gefallen. Das Schöne an Musik ist, dass sie meiner Meinung nach so kraftvoll sein kann. Musik kann Menschen emotional erreichen. Ich denke, viele Menschen werden durch Musik inspiriert, zum Beispiel ein Musikinstrument anzufangen, darunter auch ein Stück weit ich, und das ist etwas Wunderbares. Aber sie kann auch einfach gute Laune machen und einen dazu bewegen, zum Lied verrückt zu tanzen. Zuletzt denke ich, dass Musik wie das Salz in der Suppe ist. Gute, passende Musik kann Filme, Videospiele und alles, wo Musik dabei ist, viel, viel spannender und besser darstellen lassen. Persönlich mag ich viele Musikrichtungen, wobei diese auch öfter hin und her schwanken. Generell höre ich J-Pop, Klassik, Romantik, und Rockmusik, aber ich bin auch offen für andere Genres wie zum Beispiel Funk, Jazz, Electronic, Metal. 

 

Sie haben in der Coronazeit Ihr Abitur geschrieben. Wie war das?

Das Selbstlernen an sich war für mich persönlich nicht schwierig. Die einzige Schwierigkeit – und ich denke, da ging es nicht nur mir so – war, dass ich mich viel leichter ablenken ließ, als in der Schule und dass oft einfach die Motivation gefehlt, hat mich an den Tisch zu setzen.

 

Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule (falls es das gab)?

Ich konnte mich in der Schule mit den meisten Fächern anfreunden. Persönlich mochte ich Englisch, Musik, Sport und Szenisches Gestalten am meisten.

 

Ihre Eltern sind aus Vietnam. Sie sind in Nürnberg geboren. Welche Kulturen haben Sie geprägt?

Der größte Teil ist die deutsche Kultur, weil ich hier in Deutschland aufgewachsen bin. Selbstverständlich auch etwas von der Kultur meiner Eltern, da sie mich erzogen haben.

 

Was machen Sie am liebsten? Was macht Ihnen Freude?

Ich mache viele Sachen gerne. Für mich alleine musiziere ich gerne und höre Musik. Vom Klavierspielen bis zum Singen oder Rhythmen nachklopfen. Aber was ich wirklich liebend gerne mache, ist etwas mit anderen Menschen zu unternehmen. Spiele wie Brettspiele, Kartenspiele, Videospiele liebe ich unheimlich, besonders, wenn ich es mit anderen gemeinsam spiele. Zusammen musizieren ist unglaublich spaßig, obwohl ich mir wünsche, öfter Zeit dafür zu haben. Auch zum Sport sage ich nicht nein. Ich denke, das ist wirklich der entscheidende Punkt. Wirklich viel Freude macht es mir, wenn die ganze Gruppe – sogar, wenn sie nur aus Zwei besteht –, einfach gemeinsam Spaß hat und miteinander lacht, auch wenn es über alberne Witze oder Sprüche, Dialoge von Filmen, Spielen oder gemeinsame Hobbies geht. Es gibt selbstverständlich auch Tage, wo ich besser mit mir selbst zurechtkomme und meine Zeit alleine sogar vielleicht besser genieße, als mit Anderen. Einfach etwas Neues zusammen entdecken und lernen ist wundervoll.

Artikel vom 08.10.2020